Die St. Georgskapelle Um die Mitte des 13. Jahrhunderts wurde die zu einer Burganlage gehörende Kapelle errichtet. Hinweis dafür bietet die Darstellung an der Triumpfbogenwand, wo man unter den ins Bild einführenden Propheten Jeremias und Jesajas die Namenspatrone der Stifter findet. An der rechten Seite kann die hl. Margareta, die als Fürstentochter mit kronenartigem Kopfschmuck dargestellt wird, eindeutig zugeordnet werden. Die linke Heiligendarstellung ist jedoch so beschädigt, dass keine Zuordnung mehr möglich ist. Daher bleibt bis heute unklar, welche Adelsfamilie die einschiffige Burgkapelle erbaute, oder ob sie zum Ensemble einer Wehranlage oder zur Burganlage Pongowe gehörte. Die schon verloren geglaubten romanischen Fresken konnten im Jahre 2006 durch den beispielhaften Einsatz des Rotary Clubs Bischofshofen restauriert werden. Die auf den Apsisbereich beschränkte Malerei zeigt erstmals die zentralen christologischen Bilder – Maria mit dem Kind, die Kreuzigung und die Wiederkunft Christi - in senkrechter Anordnung über dem Altar. Daneben gestaltet der Künstler die Darstellung der Apostel im Mittelteil mit ungewöhnlicher Lebhaftigkeit: Jeder der Männer wird individuell formuliert, Beinstellungen und Gesichtsausdruck variieren und die Gesten zwischen den verschiedenen Gruppen deuten ein lebhaftes Gespräch an. |