Rupertuskreuz

Ortsplan 1674

Ortsplan 1674

Die Geschichte

Das „Museum am Kastenturm“ wurde im November 1998 gegründet und liegt mitten im historischen Ortszentrum. Die Ausstellungsräume befinden sich in jenem Teil des Kastenhofes, an dessen Rückseite der mittelalterliche Kastenturm anschließt. Der von den Chiemseer Bischöfen um 1250 ausgebaute viergeschossige Wohnturm mit quadratischem Grundriss diente auch als Getreidespeicher und war die zentrale Sammelstelle für den Zehent, den die Bauern abzuliefern hatten. Die Maximilianszelle, die erste Klostergründung des Hl. Rupertus im Salzburger Raum, erfolgte um 711 an der Stelle, an der es schon eine frühchristliche Verehrungsstätte des Hl. Maximilian gab.

Um 900 wurde der einschiffige, kleine Saalbau in eine dreischiffige spätkarolingische Kirche ausgebaut. Ihr angeschlossen wurde ein klösterliches Konventsgebäude, das im Laufe der Geschichte die heutigen Ausmaße des Kastenhofes erreichte. Erzbischof Konrad I setzte im 12. Jahrhundert die Augustiner Chorherrn in Bischofshofen ein. Um seinen Einfluss zu stärken übergab Erzbischof Eberhard II. im 13. Jahrhundert den Kastenhof mit Turm den Chiemseer Bischöfen, die das Kloster bis 1807 nach der Auflösung der Pflegsverwaltung innehatten.

Der Museumsverein hat sich zur Aufgabe gestellt, die 5.000 jährige Geschichte des Siedlungsraumes um Bischofshofen an Hand erhaltener Objekte darzustellen. Unter den archäologischen Funden sind Tonschalen, Schmuckfibeln und der Nachbau eines Schmelzofens zu sehen. Den zweiten Schwerpunkt des Museums bildet die sakrale Kunst.

Neben dem berühmten Rupertuskreuz können auch hervorragende Schaustücke wie Kelche, Monstranzen, das gotische St. Georgsrelief und Bilder aus der Barockzeit bewundert werden. Zweimal jährlich finden Sonderschauen statt, deren Themen vom Kunsthandwerk bis zur Gegenwartskunst reichen.Wir laden die Besucher zum Schauen, Lesen und Staunen, aber auch zum Ausprobieren eines steinzeitlichen Bohrers ein.